Mit einem Teleskopwanderstock lassen sich die Wirbelsäule und die Kniegelenke hervorragend beim Bergsteigen entlasten. Früher wurden diese “Sommer-Wanderstöcke” noch belächelt. Mittlerweile gilt es als weit verbreitete Sitte, mit einem Teleskopwanderstöcke die Berge zu erklimmen. Diese haben immerhin ihren Sinn und Zweck.

Menschen, die sehr viel Bergsteigen klagen oft über Schmerzen in ihren Gelenken. Der Grund ist, dass der Knorpel, der sich zwischen Oberschenkel und Unterschenkelknochen im Gelenksspalt befindet immer weniger wird. Diese Schmerzen sind auch als Arthrose bekannt. Es sind die so genannten Bergsteiger Knie, die solche Beschwerden verursachen. Besonders dann, wenn man vom Berg herunter geht wird das Kniegelenk durch das ständige stetige abbremsen sehr beansprucht. Damit es zu keinen Knorpelschäden und zu keinen zu starken Belastungen für die Gelenke kommt setzen zahlreiche Bergsteiger Teleskopstöcke ein.

Das Kniegelenk entlasten

Pro Bergtour kommt es zu enorm hohen Druck, dem die Gelenke standhalten müssen. Bergab entsteht eine komplett andere Belastung beim Gehen und es wirken enorme Kräfte auf die Gelenke. Diese verteilen sich anders, wenn mit Stöcken gegangen wird. Das bedeutet, dass die Kniegelenke um bis zu 36 % geschont werden können, wenn Wanderstöcke zum Einsatz kommen. Viele Messungen und Studien haben bereits bewiesen, dass die Knie maßgeblich durch den Einsatz von Teleskopstöcken entlastet werden.

Wie werden Teleskopstöcke erfolgreich eingesetzt?

Der Teleskopstock kommt immer vor dem Körper zum Einsatz, damit das Kniegelenk entlastet wird. Dadurch wird eine Gewichtsverlagerung eingeleitet. Wanderteleskopstöcke werden mittlerweile von mehr als 50 % der Bergsteiger eingesetzt. Die meisten davon verwenden zwei Teleskopstöcke, ca. die Hälfte davon wendet die so genannte Doppelstocktechnik an. Das bedeutet, dass beide Wanderstöcke gleichzeitig gesetzt werden, damit es zu einer Entlastung kommt. So kann das Knie beinahe komplett entlastet werden. Es gibt allerdings auch die Diagonalstocktechnik, bzw. eine Mischung von beiden Techniken. In diesem Fall bewegen sich die Wanderstöcke so ähnlich wie beim Gehen. Nämlich diagonal – und werden immer gegenseitig nach vorne gebracht. Die Technik kann jeder, der sich Teleskop-Wanderstöcke kaufen möchte schnell erlernen.

Die Vorteile von Teleskopstöcken

Weil der Bergsteiger Teleskopstöcke einsetzt, hat er quasi auch vier Füße, die mit etwas Übung den Körper und das Körpergewicht und die Gelenke besser entlasten können. Die Technik ist relativ schnell beherrscht. Die Koordination für das Halten des Gleichgewichts wird quasi neu gelernt und die Druckbelastung, die vorher auf die Knie alleine umgewälzt wurde verteilt sich nun auf Schultern, Ellenbogen und Hände. Es gilt ohnehin, immer wieder eine Pause einzulegen, um sich zu erholen. 

Besonders dann, wenn Gelenke vom Bergsteigen schon vorgeschädigt sind, lohnt sich der Einsatz von einem Stock beim Bergsteigen. Teleskopstöcke können aber auch beim Bergaufgehen eine gute Hilfe bieten und die Oberschenkelmuskulatur entlasten. Beispiele hierfür sind Klettertouren.

Richtig mit dem Wanderstock gehen

Es empfiehlt sich, eine gute alpine Gentechnik zu trainieren, bevor die Stöcke mit ins Gebirge genommen werden. Erst dann, wenn die richtige Gangart gefunden wird, wird der Teleskopstock auch wirklich ein Begleiter, der für Entlastung spricht. Der Körper sollte leicht nach vorne gebeugt sein, denn so wird die Belastung wird gut abgefangen. Es gilt, das Knie nicht zu stark durch zu beugen, ansonsten wird das Gelenk besonders beansprucht. Zudem sollte auf dem Fußballen gegangen werden, wenn es zum Bergabgehen kommt, dadurch wird die Spitzenbelastung vermieden. Durch Wanderstöcke werden auch die Hüftgelenke entlastet. Bergab sollten die Wanderstöcke eher länger eingestellt werden, damit die Entlastung noch umfangreicher ist. Bergauf können die Wanderstöcke entsprechend kürzer gestellt werden, damit sie als gute Steighilfe dienen können.

Das Gleichgewicht halten

Wenn das Gelände besonders steil und unwegsam ist helfen die Wanderstöcke das Gleichgewicht zu halten. Die Entlastung im Kniebereich liegt dann besonders hoch, wenn wenige Zwischenschritte zwischen jedem Stockeinsatz nötig sind. Es empfiehlt sich, den Stock durchschnittlich alle drei Schritte einzusetzen, denn so werden die Kniegelenke unterschiedlich entlastet. Grundsätzlich sollten die Wanderstöcke nahe am Körper gehalten werden.

Ganz einfach mitnehmen

Teleskopstöcke eignen sich beim Berggehen auch zum Mitnehmen ganz besonders, weil sie sich leicht im Rucksack verstauen lassen, ihre Länge ist immerhin variabel. In so Ferne sollte sich jeder dafür entscheiden, Teleskopstöcke zum Wandern zu kaufen, anstatt nicht verstellbare Skistöcke einzusetzen. Der zuverlässige Klemmmechanismus sollte bei den Teleskopstöcken gut verarbeitet sein. Es empfiehlt sich zudem, auf eine gute Stockspitze zu achten, die aus hartem Material gefertigt ist. So eignet sich der Wanderstock auch für felsiges Gelände. Das Material für die Handschlaufe sollte besonders weich und schmal sein und einen Sicherheitsmechanismus aufweisen. Wenn man Teleskop-Wanderstöcke kaufen will, sollte man auf diese Kriterien achten. Beim Bergsteigen und Wandern eignen sich Teleskopstöcke für alle Generationen, denn sie machen großen Sinn. Die Wanderstöcke entlasten die Gelenke dann, wenn sie richtig zum Einsatz kommen.

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